Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen in Niedersachsen

Landespsychiatrieberichterstattung Niedersachsen

Die Landespsychiatrieberichterstattung Niedersachsen berichtet regelmäßig über die Versorgung psychisch kranker Menschen in Niedersachsen. Ziel ist es, eine bessere Planung, Steuerung und Koordination der Versorgungsangebote für Menschen mit psychischen Erkrankungen auf Landes- und Kommunalebene zu unterstützen und zu fördern. Dazu werden Informationen aus den Sozialpsychiatrischen Diensten und den Kliniken und Abteilungen für Psychiatrie und Psychotherapie im Erwachsenenalter ausgewertet und in Berichten aufgearbeitet. Eine Landesstelle für die Berichterstattung wird seit 2020 vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung gefördert.

Wer steht hinter der Landesstelle Psychiatrieberichterstattung Niedersachsen?

Trägerin der Landesstelle Psychiatrieberichterstattung Niedersachsen ist das Göttinger aQua-Institut, das auch die Auswertungskonzepte für die Berichterstattung erarbeitet hat.

Weitere Informationen zum aQua-Institut finden Sie auf den Webseiten des Instituts.

Welche Daten werden für die Berichterstattung genutzt?

Die Landespsychiatrieberichterstattung beruht auf Daten der Sozialpsychiatrischen Dienste in Niedersachsen sowie auf Daten aller nach dem Niedersächsischen Gesetz über Hilfen und Schutzmaßnahmen für psychisch Kranke (NPsychKG) beliehenen Kliniken und Abteilungen für Psychiatrie und Psychotherapie im Erwachsenenalter.

Über ein Webportal (Portal für Elektronische Meldungen Psychiatrie – PEMP) erfassen die Sozialpsychiatrischen Dienste und Kliniken ihre Daten direkt bei der Landesstelle. Diese Daten beinhalten zusammengefasste Informationen zu:

  • den Angeboten und Tätigkeiten der Sozialpsychiatrischen Dienste,
  • der Personalstärke der Sozialpsychiatrischen Dienste,
  • den von den Sozialpsychiatrischen Diensten betreuten Personen,
  • der Anzahl der Einweisungen nach NPsychKG sowie
  • der Anzahl und Dauer von durchgeführten besonderen Sicherungsmaßnahmen.

Darüber hinaus werden Daten zu Strukturen der Kliniken (z. B. Vorhalten von Time-out-Räumen) im Vorfeld der fachaufsichtlichen Begehungen sowie während der Begehungen selbst erhoben.

Welche Berichte erstellt die Landesstelle Psychiatrieberichterstattung Niedersachsen?

Die Daten der Sozialpsychiatrischen Dienste und Kliniken und Abteilungen für Psychiatrie und Psychotherapie werden von der Landesstelle Psychiatrieberichterstattung Niedersachsen zunächst aufbereitet und ausgewertet. Auf dieser Grundlage erstellt die Landesstelle einmal im Jahr einen zusammenfassenden Bericht zur Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen im Vorjahr. Dieser Bericht wird der interessierten Öffentlichkeit auf dieser Webseite zur Verfügung gestellt.

Zusätzlich erhält jede Kommune in Niedersachsen jährlich einen individuellen Bericht. Dieser stellt die Angaben des eigenen Sozialpsychiatrischen Dienstes im Vergleich zu den Angaben aller Sozialpsychiatrischen Dienste in Niedersachsen dar. Die individuellen Berichte stehen ausschließlich der jeweiligen Kommune zur Verfügung und werden nicht veröffentlicht. Sie sollen den Kommunen helfen, ihr Versorgungsangebot weiterzuentwickeln und somit zur bestmöglichen Versorgung der Bevölkerung beitragen.

Für die nach NPsychKG beliehenen Kliniken und Abteilungen erstellt die Landesstelle halbjährlich einen individuellen Bericht. Dieser beinhaltet Indikatoren und Kennzahlen zu Grundrechtseingriffen und setzt sie in Beziehung zu denen der anderen Kliniken und Abteilungen in Niedersachsen.

Darüber hinaus werden anlassbezogen weitere individuelle Berichte für die Kliniken und Abteilungen für Psychiatrie und Psychotherapie erstellt. Diese basieren auf Daten, die im Rahmen von fachaufsichtlichen Begehungen erhoben werden. Auch diese Berichte stehen ausschließlich der jeweiligen Klinik zur Verfügung und werden nicht veröffentlicht. Sie sollen die Kliniken unterstützen, ihr Versorgungsangebot weiterzuentwickeln und somit zur bestmöglichen Versorgung der nach NPsychKG untergebrachten Patientinnen und Patienten beitragen.

Welche Aufgaben erfüllt die Landesstelle Psychiatrieberichterstattung Niedersachsen darüber hinaus?

Neben der Auswertung der Daten und Erstellung der Berichte ist die Landesstelle zuständig für den reibungslosen Betrieb des PEMP-Portals zur Erfassung der Daten und den Datenschutz. Darüber hinaus schult sie die Datenhalter in der Nutzung des Portals und unterstützt bei technischen Problemen.

Berichte zur Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen in Niedersachsen

Hier finden Sie die Berichte zum Download:

Die Partner

Kontakt

Haben Sie Fragen oder Anregungen zur Landespsychiatrieberichterstattung Niedersachen? Sprechen Sie uns an. Wir sind gern für Sie da.

Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung
Referat 103 Psychiatrie, Suchtbekämpfung, Drogenbeauftragte des Landes
Hannah-Arendt-Platz 2
30159 Hannover
Telefon: (0511) 120-0
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